Das Problem

Um an einer Ladestation für Elektroautos zu laden, benötigt man in der Regel einen Ladevertrag mit einem Mobilitätsanbieters (meist ein Stromanbieter). In der Praxis registriert man sich dabei auf einer Website und erhält dann eine RFID-Ladekarte oder man registriert sich in einer App.

Einen Ladevorgang an einer bestimmten Station (z.B. betrieben von Energie Steiermark) kann man aber meist nicht nur mit einem bestimmten Anbieter starten, sondern mit einer Vielzahl von Anbietern (z.B. Energie Steiermark, Wien Energie, Smatrics etc.).

Dabei werden von jedem Anbieter unterschiedliche Tarifmodelle und folge dessen unterschiedliche Preise angeboten. Man bezahlt entweder pro Minute, pro kWh, pro Ladevorgang oder einer Kombination dieser drei Abrechnungsarten. Desweiteren sind die Preise an Schnellladern (50+ kW) meist höher, als an normalen 22 kW Ladestationen.

Zusätzlich weisen verschiedene Fahrzeuge unterschiedliche Ladegeschwindigkeiten auf, was die Berechnung zusätzlich komplexer macht.

Als E-Autofahrer möchte man nun sein Auto so günstig wie möglich aufladen. Neben der Vielzahl an zu berücksichtigenden Parametern gibt es aber keine Übersicht an Ladetarifen. Man müsste Anbieter zuerst suchen und danach deren Websites/Apps selbst nach Tarifen bzw. Preisen durchsuchen.

Die Lösung

Auf www.chargeprice.app wählt man zuerst sein Fahrzeug und danach eine Ladestation auf einer Karte aus. Danach werden die Preise der verschiedenen Tarife (inkl. eventueller monatlicher Gebühren) für eine Ladung von z.B. 20-80% angezeigt.

E-Autofahrer haben oft Verträge mit mehreren Anbietern, da nicht immer der gleiche Tarif der Günstigste an jeder Ladestation ist. In Chargeprice kann man einfach seine eigenen Tarife verwalten und es werden nur mehr diese Preise angezeigt.

Desweiteren gibt es Filter für kostenlose Stationen und Schnelllader.

Das Projekt basiert auf der Mitwirkung der E-Autofahrer-Community, welche regelmäßig neue Features und Ladetarife vorschlägt.

Aktuell sind alle wichtigen Tarife in Österreich, Deutschland und der Schweiz und einige Tarife in anderen EU-Ländern integriert. An einem europaweiten Ausbau wird derzeit gearbeitet.

Wo kommen die Daten her?

Ladetarife werden derzeit manuell eingepflegt oder direkt vom Ladeanbieter abgefragt.

Fahrzeugdaten kommen vom eigens gestarteten Open EV Data Projekt, welches in weiterer Folge die Daten von der Community sowie Ladedaten von Fastned erhält.

Ladestationen werden von einer der größten Ladestations-Datenbanken goingelectric.de abgefragt.

Wer steckt dahinter?

Der E-Autofahrer und Softwareentwickler Niklas Hösl, sowie der EV-Spezialist Quentin Ducreux Lerebours und Ökonom Guillaume Bouley arbeiten seit Anfang 2019 an Chargeprice. Das Start-Up ist derzeit in der Gründungsphase.

Wie hat es begonnen?

Als sich Niklas Anfang 2019 auf den Umstieg seines erstes Elektroautos, den Hyundai Kona, vorbereitete, wurde ihm schnell klar, dass es im aktuellen “Ladedschungel” sehr schwierig ist Ladetarife zu vergleichen. In seiner Freizeit startete er dann das Projekt.

Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Version kam Niklas mit den Business-Experten Quentin und Guillaume in Kontakt, welche die gleiche Idee hatten und auf der Suche nach einem Software-Entwickler waren. Schnell wurden Synergien erkannt und von da an gemeinsam weitergearbeitet.

Das Feedback der Community war enorm und so entwickelte sich das Projekt immer weiter.

Seit Februar 2019 haben E-Autofahrer bereits fast 500.000 mal Preise abgefragt.

Wie wird es finanziert?

Seit Sommer 2019 ist der EMC (ElektroMobilitätsClub) Austria der erste Partner von Chargeprice.

Chargeprice ist laufend auf der Suche nach neuen Partnern!